Kurzvita
1960 in Mülheim an der Ruhr geboren
lebt und arbeitet in Duisburg und Mülheim an der Ruhr
Mitglied im Deutschen Künstlerbund
2006 PAPIER - Arbeitsaufenthalt in Kuusankoski, Finnland
Projekt der Städtepartnerschaft
Mülheim an der Ruhr - Kuusankoski
1998 Katalogförderung durch das Ministerium für Arbeit,
Soziales und Stadtentwicklung, Kultur und Sport des
Landes NRW
1996 Verleihung des Bergischen Kunstpreises 1996
Deutsches Klingenmuseum Solingen Städt. Galerie
1995 Verleihung des Rhein Ruhr Zentrum Kunstpreises 1995
Essen, Mülheim a. d. Ruhr
1994 Stipendium des Landes Schleswig-Holstein
Arbeitsaufenthalt im Künstlerhaus Selk
Projekt: ZEICHNUNG-OBJEKT-RAUM
1990 Verleihung des Daniel-Henry Kahnweilerpreises
für Malerei und Graphik 1990, Rockenhausen
1990 Sommerakademie Salzburg im Steinbruch Untersberg
Projekt: STEIN-ZEICHNUNG
Stipendium der Lions Clubs Mülheim an der Ruhr
1985/86 "XR-PROJEKT", von der Quelle zur Mündung
Arbeiten auf dem Weg entlang der Ruhr
1981-89 Studium im Fachbereich Kunst/Gestaltung an der
Universität Essen GH
Studienabschluß bei Prof. László Lakner und
Prof. Wolfgang Pilz
Einzelausstellungen
2008 Verein für aktuelle Kunst / Ruhrgebiet e.V., Oberhausen
mit Susanne Jung
2007 “ZeichenBrüche”, Galerie Jöllenbeck - Michael Nickel, Köln
2006 “Ruhr-Kymijoki”, Kuusankoskitalo, Kuusankoski, Finnland
mit F. Reihl und W. Schernstein (K)
2005 “Werksicht MMV - I”, Atelierhaus Duisburg-Baerl
2004 Galerie Jöllenbeck, Michael Nickel, Köln
2003 Kunstsammlung Neubrandenburg
2001 / 02 Stadtgalerie im Elbeforum Brunsbüttel (K)
2000 “Ruhr-Loire”, Château de Tours, Frankreich
mit F. Reihl und W. Schernstein (K)
1999 Städt. Galerie im Schlosspark Strünkede, Herne
1998 Brückenturm Galerie der Stadt Mainz
ORTSTERMIN, Zeche Unser Fritz 2/3
mit F. Reihl und W. Schernstein, Herne
Kunstmuseum in der Alten Post, Mülheim an der Ruhr (K)
1997 Galerie Last/Zick, Essen
1996 NGW Galerie im Wasserturm, Duisburg-Hamborn
Goethe-Institut Nancy, Frankreich mit F. Reihl und W. Schernstein
1995 Kabinett im FORUM BILDENDER KÜNSTLER, Essen
ORTSWECHSEL, Atelier Jürgen Hille, Düsseldorf
1994 Kunstverein Schwelm, Museum Haus Martfeld (K)
Künstlerhaus Selk, Schleswig Holstein
Kunstpavillon Soest
1993 Städt. Galerie Herne "RUHR-IMPULS"
mit F. Reihl und W. Schernstein (K)
1990 Hansestadt Lemgo, Schmiedeamtshaus
3 Kandidaten für das Stipendium '90
Text zu den Arbeiten
Über den Weg der Zeichnung ist Alexander Voß zu Materialien wie Linoleum, Glas oder Spanplatten gekommen, die Gebrauchsspuren tragen. Diesen Narben einer eigenen Geschichte fügt er grafische Zeichen, auch mittels drucktechnischer Verfahren, hinzu. In den neueren Arbeiten verwendet er weiß beschichtete Spanplatten, die er bricht. Die Bruchlinien wirken wie bewusst gesetzte Zeichen, die sich filigran und doch brachial ausfransend in das Weiß der Oberflächen eingraben.
Beate Ermacora, 2006
(“Tandem”, Katalog Kunstmuseum in der Alten Post Mülheim a.d. Ruhr)
Der Ausgangspunkt der künstlerischen Arbeit von Alexander Voß ist die Zeichnung. Voß hat hierin in einer ganz persönlichen Schrift ein Repertoire an Bildzeichen entwickelt, das immer wieder neu und anders in seinen Arbeiten Verwendung findet und eine Bildsprache akzentuiert, die mit Zeichen und Chiffren arbeitet.
Die Zeichen und Symbole, die Alexander Voß in diesem Sinne geriert hat, erinnern an Schädelstrukturen, an Knochen und Wirbel, Elemente einer fast röntgenologischen Innensicht auf Menschsein und Existenz.
...In seinen jüngsten Arbeiten verwendet Alexander Voß als Trägermaterial Glasscheiben. Gerade in den Abdrucken auf Glasflächen, in denen eine starke Spannung zwischen Transparenz und Bedeckung, zwischen Spur und Träger entsteht, spiegelt das Zeichen Vergänglichkeit und Zukunft in einem.
Dabei gelingt es Voß, in diesen unterschiedlichen Bildfindungen den Betrachter in seiner Wahrnehmung so zu sensibilisieren, dass er über die Auseinandersetzung mit jenen Objekten und Erscheinungen des Zerfalls, der Vergänglichkeit und des Erinnerns eine ästhetische Qualität entdeckt, die er über die Arbeiten selbst hinaus im Alltag und in den Dingen des Vergessens entdecken wird.
Gabriele Uelsberg, 1998
( Auszug aus dem Katalogtext zur Ausstellung in Mülheim an der Ruhr )